Freitag, 18. Mai 2012

Ice Station von Matthew Reilly

Buchinformationen 
  Taschenbuch: 651 Seiten
Verlag: Ullstein; Auflage: 9. (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548250459
ISBN-13: 978-3548250458
Preis:€ 9,95
 
Rezensionen zum Buch:
@ Sarahs Buch-Archiv (3 von 5 Sternen)








 Wer?
Lt. Shane 'Scarecrow' Schofield

Wo?
Antarktis

Was?
Actionreicher Kampf um eine Eisstation





Die US-Forschungsstation Wilkes befindet sich am Rand der Antarktis unterirdisch im Eisschelf. Die dort stationierten Wissenschaftler haben bei Bohrungen eine Höhle entdeckt und sind dort auf Metall gestoßen - Metall, eingeschlossen von Millionen Jahre altem Eis. Ein Team, das durch einen Tümpel am Grunde der Station tausend Meter am Schelf hinab und dann wieder zu der Höhle hinaufgetaucht ist, findet dort etwas Unglaubliches: ein Flugzeug, halb eingeschlossen vom Eis und möglicherweise außerirdischen Ursprungs. Doch dann werden die Taucher von irgendetwas angegriffen, ihre Kollegen in der Station hören nur grauenvolle Schreie, dann bricht die Verbindung ab.

Die Station setzt einen Hilferuf ab und ein paar Stunden später trifft eine Einheit der Marines unter Leitung von Lieutenant Shane Schofield, Kennung Scarecrow, ein. In der Zwischenzeit sind den Wissenschaftlern Kollegen von einer nahegelegenen französischen Eisstation zu Hilfe gekommen, doch es zeigt sich bald, daß sich unter diesen auch ein paar verkappte Soldaten befinden.
Die Situation verschärft sich, als ein weiteres Hovercraft mit französischen Soldaten eintrifft, die sofort das Feuer auf Schofield und sein Team eröffnen. Es gibt auf beiden Seiten Tote und Verwundete und dann verlagert sich der Kampf an und in den Tümpel, wo eine angriffslustige Herde Orcas ihrerseits für Verluste auf beiden Seiten sorgt. Als die Franzosen das Licht abdrehen, wird im Dunkeln weitergekämpft und schließlich gelingt es den Marines, alle Gegner zu überwältigen oder zu töten.

Von Schofields Team sind jetzt noch am Leben: Book, Rebound, Montana, Snake, Santa Cruz, Samurai (allerdings mehr tot als lebendig) und die beiden weiblichen Marines Mother (der ein Orca ein Teil des Beins abgebissen hat) und Libby 'Fox' Gant.
Die wichtigsten Figuren unter den Wissenschaftlern sind die Paläontologin Sarah Hensleigh, ihre zwölfjährige Tochter Kirsty, deren Pelzrobbe Wendy und James Renshaw, der angeblich einen seiner Kollegen umgebracht hat (da dieser seine Forschungsergebnisse stehlen wollte) und sich seitdem in seinem Zimmer verbarrikardiert.

Während der Vorbereitungen für den Tauchgang zur Höhle hat Libby Gant, die heimlich in ihren Kommandanten verliebt ist, Zeit, Book nach Schofields Augen zu fragen - während des Kampfes hat er die verspiegelte Sonnenbrille verloren, die er normalerweise stets trägt, und man konnte sehen, daß beide Augen, bzw. Augenlider von senkrechten Narben verunstaltet sind. Book erzählt ihr daraufhin, daß Schofield während des Bosnien-Krieges gefangen genommen, gefoltert und geblendet wurde und sein Augenlicht nur durch viel Glück und eine aufwendige Operation wiedererlangt hat.
Kurz darauf stirbt Samurai, allerdings erliegt er nicht seinen Verletzungen, sondern wird erstickt und da die Station gesichert ist, muss einer von Schofields eigenen Leuten ihn getötet haben. Das erinnert ihn an ein Erlebnis, das er vor einigen Jahren hatte. Er war nach Peru beordert worden, als Unterstützung für Andrew Trent, einen befreundeten Marine-Offizier, der eine Entdeckung in einem Inka-Tempel schützen sollte. Schofield und seinem Team wurde jedoch von Army Rangers der Zutritt verwehrt und er musste hilflos über sein Helmmikro mitanhören, wie Trent um Hilfe schrie und daß seine Einheit von jemandem infiltriert worden war und die restlichen Männer von Navy SEALs getötet wurden. Hinterher hieß es dann, Trent und sein Team wären bei einem Unfall in dem Tempel ums Leben gekommen.

Montana, Santa Cruz, Gant und Sarah Hensleigh beginnen mit dem Tauchgang. Schofield fängt einen Funkspruch der Franzosen ab, wonach die Station in drei Stunden vernichtet wird. Er kann allerdings selbst keinen Funkspruch absetzen, da ein Flare weiterhin die Kommunikation nach außen stört.
In einem vertraulichen Gespräch mit Mother über infiltrierte Einheiten erfährt Schofield von Gerüchten über die ICG, die Intelligence Convergence Group, die verschiedene Militäreinheiten unterwandert hat, um bedeutsame Entdeckungen und Informationen mit aller Gewalt der USA zu sichern und die Geheimhaltung unter allen Umständen zu wahren - was auch beinhaltet, die Soldaten der Einheiten zu töten, die jene Entdeckung gemacht haben.
Dann wird Schofield plötzlich von hinten niedergeschossen.

Währenddessen erreichen die Taucher die Höhle und entdecken dort das Raumschiff und die Leichen der Wissenschaftler.
Schofield wacht in James Renshaws Quartier wieder auf. Sein Nackenschutz hat ihm das Leben gerettet und Renshaw - der beteuert, den Mord an seinem Kollegen nicht begangen zu haben - hat ihn wieder zusammengeflickt. Auf dem Band einer Überwachungskamera, die den Tümpel und seine Umgebung zeigt, sieht Schofield den Mann, der versucht hat, ihn umzubringen: Snake ist der Verräter in seiner Einheit. Als Snake versucht, auch die verletzte Mother zu töten, gelingt es ihr, ihn festzunageln.

Während dieser ganzen Ereignisse geht Peter Cameron, ein Reporter der Washington Post, einem Tipp nach und entdeckt bei SETI, daß ein paar Funksprüche, die Schofield abgegeben hat, trotz atmosphärischer Störungen durchgekommen sind, kann zunächst aber nichts mit den Bruchstücken anfangen. Außerdem besucht er einen Mann, der ihm einmal seine Visitenkarte hinterlassen hat und dieser entpuppt sich als niemand anderer als der untergetauchte Andrew Trent. Er erzählt Cameron von den Ereignissen in dem peruanischen Tempel, von der Existenz und den Machenschaften der ICG und gibt ihm eine Liste mit ICG-Spitzeln.

Eine neue Bedrohung nähert sich Wilkes: eine Übermacht an Agenten des SAS, des britischen Geheimdienstes, unter Leitung von Trevor J. Barnaby, bei dem Schofield einst einen Lehrgang über Taktik belegt hatte, ist zu der Eisstation unterwegs und nur allzu bereit, Gewalt anzuwenden, um sie in ihre Hände zu bekommen. Schofield sieht keine Möglichkeit, die Station zu halten. Er, Book, Rebound und die Wissenschaftler verlassen die Station mit ihren Hovercrafts in Richtung der nächsten US-Forschungsstation. Mother müssen sie aufgrund ihrer Verletzungen zurücklassen. Es entbrennt ein Kampf mit den britischen Hovercrafts, während dessen Verlauf Rebound mit den Wissenschaftlern entkommen kann. Book und Kirsty werden von den Briten aufgegriffen und Schofield und Renshaw werden in ihrem Hovercraft über die Klippe geschoben und fallen ins Meer.

Schofield und Renshaw retten sich auf einen in der Nähe schwimmenden Eisberg und darunter im Wasser entdeckt Schofield ein U-Boot - die französische Rückversicherung, die die Station Wilkes vernichten soll. Es gelingt ihm, das U-Boot mit einer Sprengladung zu zerstören.
In der Höhle sehen sich die Marines und die Wissenschaftlerin währenddessen das Raumschiff genauer an und entdecken an seiner Unterseite ein Eingabefeld, das zur Aktivierung einen Code verlangt - auf Englisch. Von wegen außerirdisch!
Schofield und Renshaw entdecken, daß in dem Eisberg eine vor Jahrzehnten aufgegebene, nicht verzeichnete amerikanische Eisstation eingeschlossen ist, in der sie kurzfristig Schutz suchen. Schofield versichert Renshaw, daß er nicht mehr glaubt, daß dieser seinen Kollegen umgebracht hat. Eine der wenigen, die sonst noch die Gelegenheit für den Mord hatte, ist Sarah Hensleigh. Diese ist auch nicht Kirstys richtige Mutter, sondern ihre Stiefmutter, was den frostigen Umgang der beiden miteinander erklärt. Schofield und Renshaw finden in der Eisstation alte Taucheranzüge, mit denen es ihnen gelingt, die aus dem Tümpel hinabgelassene Taucherglocke zu erreichen, die die Briten benutzt haben, um ebenfalls in die Höhle zu gelangen.

Sie tauchen in der Taucherglocke in den Tümpel hinauf und müssen mitansehen, wie Barnaby Book an die Orcas verfüttert.
Währenddessen finden Peter Cameron und Andrew Trent heraus, daß das Marine Corp Schofield bereits für tot erklärt hat und ein weiteres Team bereits auf dem Weg dorthin ist und wahrscheinlich für den Wahrheitsgehalt dieser Nachricht sorgen soll. Sie mailen eine Warnung und die Liste mit den ICG-Spitzeln an die Eisstation.
Gant findet in der Höhle Forschungsräume und ein Tagebuch verrät ihr, daß die Höhle in Wirklichkeit zu einer geheimen Forschungsstation gehört, in der in den 70er Jahren an einer neuen Art Kampfjet mit Plutoniumantrieb geforscht wurde und die während eines Erdbebens in eine Eisspalte gerutscht ist und verschüttet wurde. Dann tauchen die britischen Soldaten auf, das Feuergefecht gestaltet sich jedoch kurz, da aus Löchern im Eis plötzlich riesige (durch das Plutonium mutierte) See-Elefanten auftauchen und die britischen Soldaten töten.

Währenddessen taucht Schofield aus dem Wasser, wird aber sofort von den Briten festgenommen. Barnaby sperrt ihn mit Snake, der die ganze Zeit an eine Stange gefesselt war, in einen Raum, damit sie sich gegenseitig umbringen. Es gelingt Schofield, Snake zu töten, woraufhin Barnaby auch ihn den Orcas zum Fraß vorwerfen will, doch Schofield kann sich befreien. Er findet Kirsty und tötet mit einem Trick erst alle feindlichen Soldaten und dann auch Barnaby, womit er die Station zurückerobert hat.
Schofield erhält Trents e-Mail und die Liste und erkennt, daß Montana ebenfalls zur ICG gehört. Und so tötet Montana in der Höhle auch erst Santa Cruz und schießt Gant an, bevor er von einem der See-Elefanten aufgespießt wird.
Schofield bekommt endlich Funkkontakt nach draußen, nur um zu erfahren, daß eine Einheit SEALs auf dem Weg ist, mit dem Ziel, alle Mitwisser auszuschalten. Er erkennt, daß es eine Abkürzung zu der Höhle geben muss und er, Renshaw und Kirsty lassen sich von der Pelzrobbe Wendy dorthin führen.
Währenddessen schießen im Luftraum über der Antarktis amerikanische Jets einen britischen ab, diesem ist es jedoch vorher noch gelungen, eine Rakete mit Atomsprengkopf auf Wilkes abzufeuern.

In der Höhle gibt es nochmal einen Kampf mit den See-Elefanten, den jedoch alle mehr oder weniger unbeschadet überstehen. Schofield erkennt, daß auch Sarah Hensleigh zur ICG gehört; diese richtet eine Waffe auf sie, wird jedoch von Gant erschossen. Dann zünden die Sprengladungen, die die Briten rund um die Station gelegt haben und trennen das Eisschelf, in dem sich die Station befindet, vom Festland ab und machen es damit zu einem Eisberg, der ins Meer rutscht. Die Zeit wird knapp, da immer noch die Atomrakete auf die Station zufliegt.
Es gelingt Kirsty, den Eingabecode für den Kampfjet zu knacken und Schofield, die Maschine zu starten. Der neue Eisberg dreht sich einmal um sich selbst, so daß der Gang, durch den sie von unten in die Höhle getaucht sind, jetzt nach oben zeigt und durch ihn fliegen sie ins Freie - wenige Augenblicke, bevor die Rakete einschlägt und den Eisberg und die Station (mit dem darin befindlichen SEAL-Team) pulverisiert.

Nachdem sich Schofield der amerikanischen, ICG-treuen Kampfjets entledigt hat, landet er auf einem Flugzeugträger der Marines, der von Jack Walsh befehligt wird, einem alten Vorgesetzten und Freund. Und dort wartet auch schon ein ICG-Admiral auf sie, um das Flugzeug in Besitz zu nehmen. Doch Schofield hat vor der Landung seine letzte Rakete senkrecht nach oben geschossen und diese hat sich an ihrem Scheitelpunkt gedreht, rast zur Erde zurück und jagt das Flugzeug (und den Admiral) in die Luft.
Gant wird ins Lazarett gebracht, wo sie ins Koma fällt. Und es zeigt sich, daß auch Mother überlebt hat. Sie hat sich während der Invasion der Briten versteckt gehalten, ist dann mit einem der alten Taucheranzüge zu der im Eisberg eingeschlossenen alten Eisstation geschwommen und hat dort ihr GPS-Notsignal aktiviert.

Schofield, Renshaw und Kirsty werden bei ihrer Ankunft in Pearl Harbor noch einmal von einem der ganz großen ICG-Tiere bedroht, jedoch von Andrew Trent und Jack Walsh gerettet. Und von Peter Cameron, der die ganze Story publik macht.
Die Geschichte schließt damit, daß Libby Gant im Marinehospital aufwacht und Schofield sieht, der in einem Sessel schläft, von wo aus er die ganze Zeit über sie gewacht hat. 

Vielen Dank an Sarah von Sarahs Buch-Archiv

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