Sonntag, 18. März 2012

Die Reise nach Yndalamor von Nina Blazon

Buchinformationen
Broschierte Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchv.; Auflage: 1 (1. Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473523178
ISBN-13: 978-3473523177
Preis: -vergriffen-
Reihe: Teil 1 von 3 der "Die Taverne am Rande der Welten" Reihe 

Rezensionen zum Buch
 @ Sarahs Buch-Archiv (4 von 5 Sternen)









Wer?
Tobbs

Wo? 
Yndalamor / Gwinnydell

Was?
 Ein Junge auf einer abenteuerlichen Suche nach seiner Herkunft.


Tobbs wächst in der 'Taverne am Rande der Welten' auf. An diesem fantastischen Ort gibt es Türen in alle möglichen und unmöglichen Länder: Yndalamor, Sylvanien, Rusanien, Gwinnydell,... und Götter, Vampire und andere Sagengestalten sind Stammgäste in der Taverne. Tobbs wurde von Dopoulos, dem Wirt, und der Schmiedin Wanja aufgezogen, die ihm immer erzählt haben, daß er von seinen durchreisenden Eltern in der Taverne vergessen wurde. Sein brennendster Wunsch ist, etwas über sie zu erfahren und Dopoulos hat ihm versprochen, ihm an seinem 13. Geburtstag zu erzählen, was er herausgefunden hat.

Deshalb ist Tobbs an diesem besonderen Tag auch total aufgeregt, doch erstmal wird in der Taverne eine Dämonenhochzeit gefeiert, ein spezielles und nicht ganz ungefährliches Ereignis. Tobbs wird damit betraut, auf den Kindertisch aufzupassen, keine leichte Aufgabe, wie sich herausstellt. Sid, das vorerst einzige Dämonenkind, sieht zwar aus wie ein Engel, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Als er hört, daß die Göttin Kali wie so häufig in der Taverne ist, um mit Dopoulos Tee zu trinken, ist er total begeistert. Er klaut dem Wirt den Schlüssel zu Kalis Heimatland Yndalamor und verschwindet durch die entsprechende Tür. Tobbs hat keine andere Wahl, er muss hinterher, obwohl er noch nie durch eine der Türen getreten ist, weil man nie ganz sicher sein kann, was einen dort erwartet.

In Ynadalamor angekommen inspiziert Sid Kalis neuen Streitwagen, der von einem Mancor, einer riesigen Mischung aus Löwe, Tiger und Pferd, gezogen wird. Sid überredet Tobbs zu einer kleinen Probefahrt, die aber etwas ausartet. Der Mancor zieht den schwebenden Streitwagen zu einer merkwürdigen Stadt, die komplett mit Spiegeln verkleidet ist. Dort werden sie nicht gerade freundlich empfangen und bei einer Kehrtwende fällt Tobbs aus dem Wagen und stürzt ab. Mit sehr viel Glück übersteht Tobbs den Sturz (*) und wird von den Bewohnern der Stadt gefangen genommen und eingesperrt. 
(*) Dafür ist Anguana verantwortlich, die ihm an diesem Morgen eine Glück bringende Garnrolle zum Geburtstag geschenkt hat. Anguana wohnt in der Nähe der Taverne und bisher hat Tobbs immer versucht, ihr aus dem Weg zu gehen, weil ihn Anguanas Schwärmerei für ihn auf die Nerven geht. 

Die Bewohner der Spiegelstadt wollen Tobbs den Schwärmen opfern, Ungeheuern, von denen sie immer wieder angegriffen werden. In seinem Gefängnis hängen lauter Spiegel, in denen Seelen von Menschen eingesperrt sind und mit einem davon - mit Mamsie Matata - kommt Tobbs ins Gespräch. Die Spionspiegel zeigen die wahre Gestalt der Person, die in sie hineinsieht (in Sids Fall zum Beispiel den Dämon, der er eines Tages sein wird), doch bei Tobbs zeigt der Spiegel blaue Augen und sonst nur eine Art verschwommene Wolke. Damit ist für Mamsie Matata klar, daß Tobbs kein Mensch ist, was ihn doch ziemlich schockt. Tobbs tut so, als würde er sich freiwillig opfern lassen und beginnt damit, den Ast aus Schwebeiche - ein Bruchstück des Streitwagens, der mit ihm zusammen abgestürzt ist - auszuhöhlen und in seine Kleidung einzunähen. Als er für die Zeremonie vorbereitet werden soll, gelingt es ihm dank seiner schwebenden Kleidung, in das Nachbargebäude zu springen.

Er macht sich davon und trifft eine Gruppe von Jugendlichen, die als Mutprobe nachts über die Dächer rennen und die Schwärme provozieren. Er schließt sich ihnen an und so gelingt es ihm, bei ihrem nächsten nächtlichen Ausflug von Dach zu Dach über die Stadtmauer zu springen. Allerdings wird er von einer Schwarmfrau gepackt, doch anstatt ihn zu fressen, trägt sie ihn in den Wald. Dort erwartet ihn Sid, der mit seinen entfernten Verwandten einen Deal gemacht hat. Allerdings kann er seinen Teil der Abmachung nicht einhalten und sie müssen sich schnell mit dem inzwischen reichlich demolierten Streitwagen aus dem Staub machen. Während des Ritts bricht der Wagen dann komplett auseinander und als sie die Tavernentür erreichen, bleibt der Mancor nicht stehen. Er schrumpft genug, um hindurch zu passen, zieht Tobbs und Sid an den Zügeln hinter sich in die Taverne hinein und bricht mit ihnen im Schlepptau durch die nächste Tür - das ist ausgerechnet die nach Gwinnydell, die Dopoulos eigentlich vernagelt hatte. In Gwinnydell leben nämlich neben normalen Menschen auch die Elfen, ein sehr unbeliebtes Völkchen, besonders Fairy Sam ist in betrunkenem Zustand ein unsympathischer Zeitgenosse und schuldet Dopoulos noch eine Tür.

Der Mancor wächst wieder zu seiner normalen Größe an, demoliert ein halbes Dorf und galoppiert davon. Tobbs und Sid fliehen vor den aufgebrachten Dorfbewohnern in den Wald und werden dabei von einem Fuchs geführt. Als sie über eine Mauer hüpfen, springt Sid aus Versehen einer Todesfee - der Gemeuchelten Megan - auf den Fuß, die daraufhin lauthals kreischt. Woraufhin sie total fertig ist, denn das Schreien einer Todesfee kündigt den Tod eines Mitgliedes ihrer Familie an. Das letzte Mitglied ihrer Familie ist James Kavanian, ein etwas seltsamer junger Mann, der im nahen Herrenhaus lebt und in den Megan verliebt ist. (Daß Tobbs die Banshee sehen kann, ist übrigens ein weiterer Hinweis dafür, daß er nicht menschlich ist). Während ihrer Flucht hat Tobbs Mamsie Matatas Spiegel - den er aus der Spiegelstadt mitgenommen hat - verloren und unglücklicherweise zeigt sich, daß sie Fairy Sam in die Hände gefallen ist. Die fiesen Elfen entführen Mamsie Matata.

Tobbs und Sid belauschen die Dorfbewohner dabei, wie sie James Kavanian für ihr Unglück verantwortlich machen und eine Hexenjagd auf ihn planen. Sie wollen ihn warnen und treffen stattdessen auf Anguana und Sids hundeköpfigen Onkel Jestan. Anguana hat ihn gefunden, weil sich das Garn, das sie ihm geschenkt hat, in seinem Gürtel verhakt und, für alle anderen unsichtbar, abgespult hat. Tobbs sieht Anguana plötzlich mit ganz anderen Augen und erkennt, wie töricht es von ihm war, sie so abweisend und gleichgültig zu behandeln. Die Dämonen formen grauselige Pferde aus Meerschlamm und Knochen und machen sich auf die Jagd nach dem Mancor. Tobbs aber will Mamsie finden und James warnen, also zieht Anguana ihn von ihrem Pferd und sie machen sich auf eigene Faust auf den Weg. Sie finden Mamsie in einem Tümpel und treffen auch kurz darauf auf den Mancor, der sie auf sich reiten lässt und zu James' Haus bringt.

Zurück beim Herrenhaus, das von den Dorfbewohnern angegriffen wird. James schießt wild um sich und trifft dabei den Mancor, der zusammenbricht. Die nächste Kugel wehrt Tobbs mit Mamsies Spiegel ab, die daraufhin zurückprallt und James trifft. James liegt im Sterben und kann nun Megan sehen, die sich über ihn beugt. Als er tot ist, löst sie sich in Luft auf, da er der Letzte ihrer Familie war. Auch der Mancor stirbt, doch aus seinem Fell tritt ein wunderschöner Prinz, der einst von Kali verflucht wurde, weil er sich in ein Mädchen verliebt hat, das Kali geweiht war. Tobbs lässt ihn gehen, damit er nach seiner Liebsten suchen kann. Sie kehren zur Taverne zurück und Tobbs macht sich schon auf das Schlimmste gefasst. Als Strafe zerstört Kali alles, was ihm wichtig ist - sein Zimmer und seine Sammlung von Schnitzfiguren, Tobbs selbst kommt aber relativ ungeschoren davon - und hat damit das Glück, das ihm Anguana geschenkt hat, endgültig aufgebraucht.

Tobbs erhält doch noch sein rauschendes Geburstagsfest, allerdings druckst Dopoulos herum und erzählt ihm wieder nichts Wesentliches über seine Eltern. Doch Tobbs weiß, daß es eine Stelle gibt, an der er suchen kann: Dopoulos hat gesagt, seine Eltern kämen aus einem Land, in das keine Tür führt und am Kelleraufgang gibt es eine Tür, die zugemauert ist und an der von der anderen Seite aus beständig gekratzt wird. Die letzte Szene zeigt Tobbs, wie er mit seinem neuen Messer den Mörtel zwischen den Steinen vor dieser Tür lockert...


Danke an Sarah von Sarahs Buch-Archiv 

Quellen: Amazon, Goodreads

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