Sonntag, 29. Januar 2012

Jahrmarkt der Eitelkeit von William Makepeace Thackeray

 Buchinformationen
Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
Verlag: Anaconda (28. Februar 2011)
Sprache:
ISBN-10: 3866476189
ISBN-13: 978-3866476189
Originaltitel: Vanity Fair
Preis: 9,95 Euro
Reihe: --
Rezensionen zum Buch
@ Sarahs Buch-Archiv (2 von 5 Sterne)









 Wer?
Becky Sharp und Amelia Sedley

Wo?
viktorianisches England
Was?
satirischer Gesellschaftsroman mit zwei glänzenden Frauenfiguren



Miss Rebekka 'Becky' Sharp, die mittellose Tochter eines Lehrers und einer Tänzerin, verlässt als Begleitung ihrer Freundin Amelia Sedley, einem hübschen, liebenswerten, aber nicht ganz so cleveren Mädchen, das Internat, das sie beide besucht haben. Becky ist fest entschlossen, mit allen nur möglichen Mitteln gesellschaftlich aufzusteigen und bemüht sich darum zuerst um Amelias Bruder Joe, einem dicken, selbstverliebten Mann, der sein Geld als Steuereintreiber in Indien macht.

Der Versuch ist allerdings nicht von Erfolg gekrönt und so tritt sie die Stellung als Gouvernante im Haushalt der Crawleys an. Sie sichert sich die Zuneigung des alten Sir Pitt Crawley, lehnt dessen Heiratsantrag aber ab, weil sie in der Zwischenzeit seinen jüngeren Sohn Rawdon dazu gebracht hat, sie heimlich zu heiraten. Was leider seine reiche Tante dazu bringt, ihn zu enterben.


Währenddessen ist Amelia seit ihrer Kindheit mit dem oberflächlichen Offizier und Spieler George Osborne verlobt und liebt ihn heiß und innig. Als ihr Vater bei der ersten Verbannung Napoleons sein Vermögen verliert, wird diese Verlobung zwar zunächst gelöst, doch George heiratet Amelia dann trotzdem - was nicht wenig auf die Überzeugungsarbeit von William Dobbin zurückgeht, Georges Jugendfreund und Regimentskamerad, der seinerseits hoffnungslos, aber selbstlos, in Amelia verliebt ist. Leider führt diese Heirat dazu, daß auch George enterbt wird.


Waterloo bedeutet einen Einschnitt und Wendepunkt für die Geschichte: während Rawdon sich auszeichnet, stirbt George auf dem Schlachtfeld.
Hinterher verbringen Becky und Rawdon einige Zeit auf dem Kontinent, bevor sie nach London zurückkehren - immer auf Pump lebend und offene Rechnung hinterlassend. Endlich gelingt es Becky mithilfe von einflussreichen Gönnern gesellschaftlich aufzusteigen und zu den wichtigsten Ereignissen eingeladen zu werden. Heimlich rafft sie ein Vermögen zusammen, doch als Rawdon eines Abends im Schuldengefängnis landet und sie nicht gleich zu seiner Auslösung eilt, trennt er sich von ihr und tritt einen fernen Gouverneursposten an.


Währenddessen betrauert Amelia bitterlich Georges Tod und geht ganz in ihrem Sohn Georgy auf und kümmert sich um ihre verarmten Eltern. William Dobbins Liebe ignoriert und weist sie so lange zurück, bis es fast zu spät ist.


Die Geschichte schließt damit, daß Amelia und Dobbin endlich heiraten, während Becky scheinbar recht wohlhabend auf dem Lande lebt (nachdem es ihr doch noch gelungen ist, Joe Sedley zu ruinieren), aber niemals an ihre früheren Erfolge anknüpfen kann. Ihr und Rawdons gemeinsamer Sohn Rawdy, um den sie sich nie gekümmert hat, hat sich schon lange von seiner Mutter losgesagt und erhält das Erbe, auf das Becky immer so scharf war.

Danke an Sarah von Sarahs Buch-Archiv.

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